Josef Brandstätter

Aus Austria Salzburg Archiv

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Josef "Brandi" Brandstätter"

Geboren am: 14.11.1906

Gestorben am: 22.02.1978

Josef Brandstätter trat 1919 schon als Jungendlicher von 13 Jahren dem erst gerade gegründeten 1. SSK 1919 bei. Seine nächsten Stationen als Spieler hießen dann FC Nordstern und der 1921 aus ihm vermutlich hervorgegangene und seit 1923 in Lehen beheimatete Deutsche Sportverein Salzburg. 1924 gab der DSV seinen holprigen "Krautacker" in Lehen auf und stellte den Spielbetrieb ein (ein Nordstern Nachfolgeklub wird wieder 1931 gegründet).

Schon Mitte der 20er Jahre wurde er Funktionär beim 1925 gegründeten Verein SK Amateure Salzburg, wo er zumindest schon 1926 die Funktion des Vereinsausschuss-Kassiers innehatte (der SK Amateure spielte 1925/26 und 1926/27 in der Zweiten Klasse, 1927/28 wohl als FC Amateure, danach verliert sich seine Spur). Seine nächste Station als Funktionär war der FC Rapid Salzburg, wo er auch die Obmannposition innehatte.

Brandstätter gilt als die treibende Kraft hinter der Fusion des FC Hertha Salzburg mit dem FC Rapid Salzburg. So war der ehemalige Obmann des FC Rapid vor der Fusion wechselweise im Vorstand der Hertha und des FC Rapid kooptiert und stellte so die Verbindungen zwischen den Vereinen her.

Nach der Fusion im September 1933 war er schließlich als Leiter der Sektion Fußball tätig und blieb dem Verein als Funktionär bis zum Krieg erhalten.

Nach dem Krieg übte der ehemalige aktive Fußballer Tätigkeiten beim Fußballverband aus. Von 1947-1953 fungierte er als erster Vizepräsident des Salzburger Fußballverbandes (im Jahr 1952 nur als 2. Vizepräsident). Von 1954 an war er Präsident des Verbandes und blieb in dieser Funktion bis in die 70er Jahre hinein tätig. In den Siebzigerjahren war er als Salzburger Funktionär maßgeblich an der Einführung der Zehnerliga in der Bundesliga beteiligt.

Beruflich war Brandstätter seit 1923 bis zu seiner Pensionierung 1971 (in diesem Jahr feierte der Salzburger Fußballverband sein 50-jähriges Bestehen) bei den Salzburger Stadtwerken aktiv, zuletzt als deren Direktor. Zwischen 1945 und 1967 agierte er als Personalvertreter bzw. Gemeinderat.

Nebenberuflich war er auch Mitglied des Landessportrates in dessen ersten Jahren und auch als Sportjournalist tätig.

Für sein Lebenswerk wurde er mehrmals ausgezeichnet, zuletzt wurde 1990 eine Straße zwischen den Fußballplätzen in Liefering nach ihm benannt (durch einen Gemeinderatsbeschluss vom 29.05.1990).

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