Hans Krankl: Unterschied zwischen den Versionen

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Hans Krankl wurde gegen Ende der Herbstsaison im Jahr 1988 völlig überraschend als Neuzugang aus der Fußballpension reaktiviert. Zwei Partien waren noch ausständig, pikanterweise jene gegen die direkten Konkurrenten um den Einzug ins Mittlere Play-Off. Alles andere als zwei Siege hätte die Austria in die Bedeutungslosigkeit stürzen lassen. Geholt um Tore zu schießen und für diese Siege zu sorgen macht Krankl genau das was er am besten kann: In der ersten Partie gegen den FC Kufstein jagte Krankl bereits nach wenigen Sekunden den Siegtreffer spektakulär mittels Seitfallzieher in die Maschen, Marke Tor des Jahres. Zu diesem wurde es auch gewählt. In der letzten Partie mußte ebenfalls ein Sieg her um die zwei Punkte voranliegenden Kärnter zu überholen und aus den Aufstiegsplätzen zu werfen. Nach rund 60 Minuten lag die Austria auf knöcheltiefem Schneematsch 0:1 zurück, doch durch einen Treffer von Krankl und einen von Kurbasa unmittelbar vor Spielende siegte die Austria mit 2:1. Krankl wurde auch für das Frühjahr weiterverpflichtet und hatte mit 8 weiteren Treffern maßgeblichen Anteil am erreichen des 3. Platzes im Mittleren Play-Off und der damit verbundenen Rückkehr in die höchste Liga. Danach hängte er die Fußballschuhe endgültig an den Nagel.
 
Hans Krankl wurde gegen Ende der Herbstsaison im Jahr 1988 völlig überraschend als Neuzugang aus der Fußballpension reaktiviert. Zwei Partien waren noch ausständig, pikanterweise jene gegen die direkten Konkurrenten um den Einzug ins Mittlere Play-Off. Alles andere als zwei Siege hätte die Austria in die Bedeutungslosigkeit stürzen lassen. Geholt um Tore zu schießen und für diese Siege zu sorgen macht Krankl genau das was er am besten kann: In der ersten Partie gegen den FC Kufstein jagte Krankl bereits nach wenigen Sekunden den Siegtreffer spektakulär mittels Seitfallzieher in die Maschen, Marke Tor des Jahres. Zu diesem wurde es auch gewählt. In der letzten Partie mußte ebenfalls ein Sieg her um die zwei Punkte voranliegenden Kärnter zu überholen und aus den Aufstiegsplätzen zu werfen. Nach rund 60 Minuten lag die Austria auf knöcheltiefem Schneematsch 0:1 zurück, doch durch einen Treffer von Krankl und einen von Kurbasa unmittelbar vor Spielende siegte die Austria mit 2:1. Krankl wurde auch für das Frühjahr weiterverpflichtet und hatte mit 8 weiteren Treffern maßgeblichen Anteil am erreichen des 3. Platzes im Mittleren Play-Off und der damit verbundenen Rückkehr in die höchste Liga. Danach hängte er die Fußballschuhe endgültig an den Nagel.
  
Im April 1998 erfolgte die Rückkehr zur Austria, diesmal als Trainernachfolger von [[Heribert Weber]]. Mit einer Siegesserie zum Saisonende (die letzten 6 Spiele wurden gewonnen) fand die Saison doch noch einen halbwegs versöhnlichen Ausklang durch Erreichen des vierten Platzes. In der Folgesaison spielte die Austria unter Krankl erfolgreich im UI-Cup und scheiterte erst im Finale am übermächtigen FC Valencia, in der Meisterschaft wurde es erneut der 4. Endrang. Zur Winterpause 1999/00 wechselte zu Fortuna Köln, sein Nachfolger wurde [[Miroslav Polak]].
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Im April 1998 erfolgte die Rückkehr zur Austria, diesmal als Trainernachfolger von [[Heribert Weber]]. Mit einer Siegesserie zum Saisonende (die letzten 6 Spiele wurden gewonnen) fand die Saison doch noch einen halbwegs versöhnlichen Ausklang durch Erreichen des vierten Platzes. In der Folgesaison spielte die Austria unter Krankl erfolgreich im UI-Cup und scheiterte erst im Finale am übermächtigen FC Valencia, in der Meisterschaft wurde es erneut der 4. Endrang. Zur Winterpause 1999/00 wechselte Krankl zu Fortuna Köln, sein Nachfolger wurde [[Miroslav Polak]].
  
 
==Stationen==
 
==Stationen==

Aktuelle Version vom 29. Juni 2020, 12:12 Uhr

Johann "Hans" Krankl

Nationalität: Österreich

Position: Mittelstürmer

Geboren am: 14.02.1953 in Wien

Größe: 1,82m, Gewicht: 88 kg

69 Länderspiele/34 Tore für Österreich

verheiratet, Kinder Sandra, Johann, Maria

Austria-Zeit

Hans Krankl wurde gegen Ende der Herbstsaison im Jahr 1988 völlig überraschend als Neuzugang aus der Fußballpension reaktiviert. Zwei Partien waren noch ausständig, pikanterweise jene gegen die direkten Konkurrenten um den Einzug ins Mittlere Play-Off. Alles andere als zwei Siege hätte die Austria in die Bedeutungslosigkeit stürzen lassen. Geholt um Tore zu schießen und für diese Siege zu sorgen macht Krankl genau das was er am besten kann: In der ersten Partie gegen den FC Kufstein jagte Krankl bereits nach wenigen Sekunden den Siegtreffer spektakulär mittels Seitfallzieher in die Maschen, Marke Tor des Jahres. Zu diesem wurde es auch gewählt. In der letzten Partie mußte ebenfalls ein Sieg her um die zwei Punkte voranliegenden Kärnter zu überholen und aus den Aufstiegsplätzen zu werfen. Nach rund 60 Minuten lag die Austria auf knöcheltiefem Schneematsch 0:1 zurück, doch durch einen Treffer von Krankl und einen von Kurbasa unmittelbar vor Spielende siegte die Austria mit 2:1. Krankl wurde auch für das Frühjahr weiterverpflichtet und hatte mit 8 weiteren Treffern maßgeblichen Anteil am erreichen des 3. Platzes im Mittleren Play-Off und der damit verbundenen Rückkehr in die höchste Liga. Danach hängte er die Fußballschuhe endgültig an den Nagel.

Im April 1998 erfolgte die Rückkehr zur Austria, diesmal als Trainernachfolger von Heribert Weber. Mit einer Siegesserie zum Saisonende (die letzten 6 Spiele wurden gewonnen) fand die Saison doch noch einen halbwegs versöhnlichen Ausklang durch Erreichen des vierten Platzes. In der Folgesaison spielte die Austria unter Krankl erfolgreich im UI-Cup und scheiterte erst im Finale am übermächtigen FC Valencia, in der Meisterschaft wurde es erneut der 4. Endrang. Zur Winterpause 1999/00 wechselte Krankl zu Fortuna Köln, sein Nachfolger wurde Miroslav Polak.

Stationen

Spieler

Stammverein: KSV Straßenbahn Wien

Karriereende 06/1989

Trainer

  • ab 03/1987-04/1987: Wiener Sportclub, Spielertrainer
  • ab 07/1989-06/1992: Rapid Wien, Trainer
  • ab 09/1992-06/1994: VfB Mödling, Trainer
  • ab 07/1994-06/1995: FC Tirol Innsbruck, Trainer
  • ab 01/1996-06/1996: VfB Mödling, Trainer
  • ab 02/1997-06/1997: SV Gerasdorf, Trainer
  • ab 04/1998-01/2000: SV Austria Salzburg, Trainer
  • ab 01/2000-05/2000: Fortuna Köln (Deutschland), Trainer
  • ab 09/2000-12/2001: VfB Admira Wacker Mödling, Trainer
  • ab 01/2002-09/2005: Nationalmannschaft von Österreich, Teamchef
  • ab 03/2009-06/2009: LASK

Erfolge

Spieler

  • 1x Europacup der Pokalsieger mit dem FC Barcelona (1979)
  • 2x österreichischer Meister mit SK Rapid Wien (1981/82, 1982/83)
  • 4x österreichischer Cupsieger mit SK Rapid Wien (1976, 1983, 1984, 1985)
  • 4x österreichischer Torschützenkönig (1974/36 Tore, 1977/32, 1978/41, 1983/23)
  • 1x spanischer Torschützenkönig "Pichichi" (1979, 29 Tore)
  • 1x spanischer Cupsieger (1981)
  • 1x europäischer Torschützenkönig (1978, 41 Tore)
  • 5x Fußballer des Jahres in Österreich
  • Teilnahme an den Weltmeisterschaften von 1978, 4 Tore, und 1982, 1 Tor, jeweils Zweite Finalrunde
  • Torrekord in der österreichischen Liga (7 Tore beim 11:1 gegen den GAK im Frühjahr 1977)
  • Torrekord in der österreichischen Nationalmannschaft (6 Tore beim 9:0 gegen Malta, 1977)

Trainer

  • Stadthallensieger mit SK Rapid Wien (1990)
  • Stadthallensieger mit SV Austria Salzburg (1999)
  • Meister Aufstiegs-Play-Off mit VfB Mödling (1994)
  • 2x Cupfinalist mit SK Rapid Wien (1990, 1991)
  • UI-Cup-Finalist mit SV Austria Salzburg (1999)