Franz Aigner

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Franz Aigner als Trainer des TSV St. Johann, 2009
Franz Aigner als Trainer des TSV St. Johann, 2009

Franz Aigner

Nationalität: Österreich

Position: Abwehrspieler/Mittelfeld

Geboren am: 14.09.1967 in St. Johann/Pongau

Größe: 1,78 m, Gewicht: 75 kg


Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Karriere

[bearbeiten] Schneller Aufstieg und Stagnation

Der gelernte Maschinenschlosser begann seine Karriere in Jugendjahren beim SK Bischofshofen und spielte sich mit der Kampfmannschaft der Pongauer von der Landesliga bis in die Regionalliga West hoch. In der Saison 1985/86 erreichte der Regionalligist nach Siegen über USV Salzburg und FC Zell am See die dritte Runde des ÖFB-Pokals in der man nur knapp mit 2:3 an Austria Lustenau scheiterte. Der 19jährige Franz Aigner brachte in all diesen Partien eine glanzvolle Leistung als Stürmer und überzeugte damit einen Beobachter des Bundesligisten Sturm Graz. Im Sommer 1986 unterschrieb er bei den Grazern seinen ersten Profivertrag, noch im Herbst des selben Jahres feierte er sein Debüt in der österreichischen Bundesliga.

Nach zwei Jahren in Graz wechselte der Bischofshofener in die 2. Division der Bundesliga zum SV Austria Salzburg. Dort traf er auf die noch jungen Kollegen Wolfgang Feiersinger, Christian Fürstaller und Hermann Stadler mit denen er später gemeinsam den Kern der erfolgreichen Salzburger Meister- und Europacupfinalmannschaft bilden sollte. Aigners großes Talent wurde bereits vom damaligen Trainer Kurt Wiebach geschätzt, allerdings vermochte der Stürmer keine konstanten Leistungen zu bringen und galt als eher schlampiges Genie. In der 1988/89 feierte er mit Salzburg nach einem herrlichen Tor von Srecko Kurbasa, welches die Mannschaft erst ins Aufstiegs-Play-Off brachte, und einer unnachahmlichen Torserie des im Winter 1988 engagierten „Alt“stars Hans Krankl den Aufstieg in die erste Bundesliga.


[bearbeiten] Wechseljahre zwischen erster und zweiter Liga

Nach einer guten Saison in der ersten Liga, in der er es auf 21 Einsätze brachte, wurde Aigner 1990 an den Stadtrivalen FC Salzburg verliehen wo er sich wieder ein Stück weiter entwickeln konnte. Mit den Taxhamern erreichte er überraschend das Viertelfinale im ÖFB-Pokal in dem die Salzburger erst gegen Rapid Wien scheiterten. Durch seine Leistung in der 2. Division schaffte es der 1,79 m große Stürmer auch wieder in den Bundesligakader der Austria aufgenommen zu werden, wurde jedoch nach einer halben Saison erneut in die zweite Liga verliehen; diesmal zu Austria Klagenfurt. Mit dem Abstieg der Kärntner aus der zweiten Spielklasse durfte er im Herbst 1992 wieder zum SV Austria Salzburg zurückkehren, wurde allerdings von Otto Baric in die U-21-Mannschaft abgeschoben.

In der Reservemannschaft wandelte er sich unter Trainer Miroslav Polak, der eben seine aktive Karriere beendet und sein erstes Traineramt übernommen hatte, vom reinen Offensivspieler zu einem taktisch disziplinierten Mittelfeldspieler. Im Saisonfinish 1992/93 wurde er von Baric dreimal als Joker in die Kampfmannschaft eingewechselt und konnte bei diesen Auftritten mit seinen neu gewonnenen Qualitäten überzeugen. Otto Baric war von der Wandlung des ewigen Talents so angetan, dass er sich für die Weiterverpflichtung Aigners einsetzte.


[bearbeiten] Vom Dauerreservisten zum Europacuphelden

In der Saison 1993/94 konnte er sich in der Salzburger Mannschaft aber vorerst wieder nicht durchsetzen und mutierte zum Dauerreservisten. Nachdem er im Europacup zweimal erst in der 90. Spielminute eingewechselt wurde, schaffte der mittlerweile 26jährige mit einer kämpferisch hervorragenden Leistung im Auswärtsspiel gegen Royal Antwerpen am 2. November 1993, in dem er Wolfgang Feiersingers Siegestor vorbereitete, unverhofft doch noch den Anschluss. Knapp 300 mitgereiste Salzburger Fans jubelten mit ihm, als er fünf Minuten vor Schluss einen herrlichen Pass auf Feiersinger spielte und so einen großen Anteil am überraschenden Sieg der Austria hatte. Sein ganz großer Durchbruch folgte im Laufe des Frühjahrs 1994 als er auf der Position des linken Flügelverteidigers zum unverzichtbaren Bestandteil der Salzburger Mannschaft avancierte. Im Viertelfinale gegen Eintracht Frankfurt nominierte Trainer Baric, der speziell in den Auswärtspartien auf die Konterstärke des gelernten Stürmers baute, den Bischofshofener überraschend von Beginn an auf der Position des zweiten Stürmers neben Nikola Jurcevic. Mit Salzburg kam Aigner in dieser Saison bis ins UEFA-Cup-Finale, feierte erstmals den Gewinn des österreichischen Meistertitels, zu dem er bei 22 Einsätzen zwei Tore beitragen konnte, und blieb auch im Spiel um den österreichischen Supercup gegen Austria Wien erfolgreich. Mit seinen spielstarken Partien in den UEFA-Cup-Begegnungen gegen den Karlsruher SC (Semifinale) und Inter Mailand (Finale), in denen er durch seine enorme Athletik bestach, gelang ihm der Sprung in die österreichische Nationalmannschaft.

Mit dem SV Austria Salzburg verteidigte er in der Saison 1994/95 den österreichischen Meistertitel sowie den Supercup und gewann beide Titel nochmals in der Saison 1996/97. Einen weiteren Titel verpasste er im Jahr 2000 mit der Niederlage der Salzburger Austria im ÖFB-Pokalfinale gegen den Grazer AK. Im Herbst 2000 wechselte Aigner in die zweite Liga (1. Division) zum damaligen Salzburger Satellitenklub BSV Bad Bleiberg. Nach zwei Saisonen bei den Kärntnern beendete er mit 35 Jahren seine aktive Laufbahn als Spieler und absolvierte erfolgreich die Trainerausbildung.


[bearbeiten] Stationen

[bearbeiten] Spieler

  • SK Bischofshofen (bis 1986; Regionalliga)
  • Sturm Graz (1986-1988; 1. Bundesliga)
  • SV Austria Salzburg (1988-1990; 2. und 1. Bundesliga)
  • FC Salzburg (1990-1991; 2. Bundesliga)
  • SV Austria Salzburg (Herbst 1991; 1. Bundesliga)
  • Austria Klagenfurt (Frühjahr 1992; 2. Bundesliga)
  • SV Austria Salzburg (1992-2000; 1. Bundesliga)
  • BSV Bad Bleiberg (2000-2002; 2. Bundesliga)

Karriereende 07/2002

[bearbeiten] Trainer

  • SV Austria Salzburg Amateure: Co-Trainer unter Hermann Stadler 2002-2003;
  • SV Austria Salzburg Amateure: Chef-Trainer 2003-2005
  • RB Juniors Salzburg: Chef-Trainer 2005/06
  • TSV St. Johann im Pongau: Chef-Trainer 07/2007 - 10/2009
  • Union Gurten: Chef-Trainer 04/2010 - 07/2010
  • SV Grödig 1b: Chef-Trainer 05/2011 - 06/2011
  • SV Grödig: Co-Trainer unter Heimo Pfeifenberger 07/2011 - 06/2012
  • TSV St. Johann im Pongau: Chef-Trainer ab 07/2012 - 06/2016
  • SV Wals-Grünau Chef-Trainer ab 01.07.2016

[bearbeiten] Titel und Erfolge

[bearbeiten] Spieler

  • 3 x Österreichischer Meister: 1994, 1995, 1997
  • 3 x Österreichischer Supercupsieger: 1994, 1995, 1997
  • 1 x Uefa-Cup-Finale : 1994
  • 1 x UEFA Champions-League-Gruppenphase : 1995
  • 2 x UEFA Champions-League-Qualifikation : 1996, 1998
  • 1 x Österreichischer Vizemeister: 1993
  • 1 x Österreichisches Pokalfinale: 2000
  • 1 x Meister Zweite Division: 1989
  • 6 Länderspiele und 2 Tore für die österreichische Nationalmannschaft von 1994 bis 1998

[bearbeiten] Trainer

  • 1 x Meister der Regionalliga West: 2005
  • 1 x Salzburger Landescup-Sieger: 2005
  • 4 x Salzburger Landesmeister: 2003 (Co); 2004, 2005 (Austria Amateure), 2006 (RB Juniors Salzburg)
  • 1 x Meister 1. Landesliga: 2008 mit St. Johann


Der obige Artikel basiert auf einem Artikel von http://salzburg.com/wiki/ (Stand: 26.06.2008) und steht wie das Original unter der "Creative Commons" Lizenz. Der Originalartikel wurde von folgenden Personen erstellt: http://www.salzburg.com/wiki/index.php?title=Franz_Aigner&action=history

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