Diskussion:Geschichte

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[bearbeiten] Gründungsdatum FC Rapid und FC Hertha

Im Langisch Buch sind die Daten 1926 bzw. 1929 als Gründungsdaten aufgeführt. Das sind die Daten ihrer jeweiligen 1. Klasse Aufscheinungen. Meine Vermutung ist, dass Karl Langisch einfach die Tabellen zurückverfolgt und geschaut hat, wann Hertha und Rapid jeweils aufgetaucht sind, aber nicht bedacht hat, dass die Klubs schon vorher in einer unteren Liga existiert haben. Die 2. Klasse Tabellen sind im Internet nicht erhalten geblieben, aber zumindest in der Saison 1925/26 haben wir sie und dort hat Hertha damit auch schon gespielt. Gründungsdatum muss damit zumindest 1925 oder früher sein. Und auch, dass eine 1929 gegründete Rapid sofort in Klasse 1 starten durfte und sofort stärker als die Hertha war, klingt unwahrscheinlich. --

Vor allem ist im Pressespiegel nachzulesen, dass Hertha 1933 den 10. Geburtstag feierte. Daher ist 1923 definitiv das Gründungsdatum von der Hertha. --Amano 22:41, 15. Sep. 2008 (CEST)

[bearbeiten] Grund für Vereinsfarben/namen

Vereinsfarben: Violett war nicht unpolitisch sondern war in Salzburg die Farbe der Kleriker. Der erste Verein in Salzburg war der Verein FC Altstadt (1930) und es war der Fußballverein der "Kirche" heute sieht sich der UFC als der Nachfolgeverein, wobei die Wurzeln der Religion und der Farben schon lange abgelegt wurden.

Vereinsnamen: Austria wurde als Namen gewählt, weil am 8. September Austria Wien im Mitropacup einen legendären Sieg über Ambrosia (heute Inter) Mailand errungen wurde. Als die Gründungssitzung zwischen Hertha und Rapid stattfand wurde dieses Spiel im Radio übertragen. spontan wurde entschlossen, dass man in Zukunft ebenfalls als Austria auflaufen würde. weiters: Im Jahre 1933 war die Politik noch nicht so sehr von den Faschisten (illegale NSDAP Mitglieder) geprägt, als mehr von der Konfrontation zwischen Rot und Schwarz. Daher war ja auch die Fusion möglich und für Außenstehende nicht gleich begreifbar.

Ein weiteres Beispiel, dass Politik bei der Gründung keine Rolle gespielt hatte war ja die Verbote von 1938. Wenn der Grund wirklich ein Zeichen war des Widerstand gewesen wäre, wobei man nicht vergessen darf dass die Mehrheit für so einen Anschluss gestimmt hätten, dann würde der Verein sofort nach dem Einmarsch verboten worden. Dies war nicht der Fall, sondern nur die Austria durfte sogar ihren Namen Austria behalten. Dafür wurden Vereine wie Grün-weiß und FC Altstadt verboten. Die waren sehr wohl politisch besetzt nicht jedoch die Austria. - Mandi -

Du hast mich ja schon per PN darauf hingewiesen, ich hatte aber noch keine Zeit, Dir zu antworten. In erster Linie möchte ich Krawagna und Kastler nicht einfach widersprechen, sind sie mit ihrem Austria Buch doch DIE Quelle in Sachen Austria Salzburg. Also um deren Mythos zu ändern bräuchte ich schon "HARTE" Fakten, also schwarz auf weiß, dass Farben und Namen aus anderen als den von ihnen genannten Gründen gewählt wurden.
Einige der von Dir aufgezählten Punkte ergeben wenig Sinn. Etwa die Nennung des FC Altstadt. Nur weil der in Violett spielte, muss violett nicht die Farbe der Klerikalen sein. Oder hast du andere Belege, die für Violett als Farbe der Klerikalen in Salzburg sprechen. Altstadt könnte sich die Farben ebenso nach Austria Wien gegeben haben oder eben weil Violett eine parteipolitisch unbesetzte Farbe war und sich die Fußballer eben von jeglicher Parteipolitik abgrenzen wollten. Nur zu vermuten, ist da ebenso wie bei der Austria zu wenig.
Dass die Austria sehr wohl politisch Probleme mit den Nazis hatte, lässt sich leicht dem Pressespiegel entnehmen: http://wiki.austria-salzburg-archiv.at/artikel/Presse#Salzburger_Chronik_vom_25.03.1937 Auch fingiert dein obiger Beitrag, dass andere Vereine den Namen Austria abgeben oder ändern mussten. Das musste ausschließlich Austria Wien und das nur für einige Monate. Von Herbst 38 bis zum Kriegsende spielte auch Austria Wien als "Austria". Wobei Austria Wien verschärfend einen starken jüdischen Einschlag hatte, der sie den Nazis wohl zusätzlich "unsympthisch" machte und wohl auch den Nachteil, DER bekannte und erfolgreiche Hauptstadtklub zu sein und kein international unbedeutender Provinzklub wie der Namenskollege aus Salzburg. Siehe dazu die Geschichte von Austria Wien.
Somit ist zumindest die politische Seite als "Vaterländischer" Klub durch den Link oben belegt, und vertraue in dieser Hinsicht weiterhin den Verfassern des Austria Buches (es lebten ja durchaus bis zur Veröffentlichung Zeitzeugen wie Walter Moser oder Josef Prorok, aus dessen Nachlass etwa meine Ausgabe des Austria Salzburg Buches stammt), ich lasse mich aber durch anders lautende Berichte aus dieser Zeit gerne eines anderen belehren. Wobei ich noch einmal darauf hinweisen möchte, dass ich gerade die Gründungsmotivation sehr relativierend formuliert habe, also mit der Formulierung nicht ausschließe, dass es sich durchaus um eine Urban Legend handeln könnte. Mit Grüßen und Dank für das Interesse an diesem Archiv, --Amano 16:27, 25. Sep. 2008 (CEST)

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